Wenn nicht mehr direkt, dann halt indirekt auf der Satireseite: Die Frauenkontrollgruppe eures Vertrauens empfiehlt die Lektüre dieses Artikels. Bestens geeignet zur Exkulpation sexueller Verfehlungen ergo hochamoralisch: http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/satire/art14067,95505
Säkuläre Predigten, törichte Verkündigungen, haltloses Gemosere, dumme Utopien und liebe Gschichterln.
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Dienstag, 20. Januar 2009
Montag, 12. Januar 2009
Erotik im Alltag
Hier ein kleiner Sidekick zum Ex-Satirekollegen Button, der unser aller Beziehungsleben rettet, indem er von himmelblauen, langen Feinrippunterflaks abrät: http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/satire/art14067,92219
Dem Schlussplädoyer widerspreche ich: Es kommt aufs Gebein und das Auge der Betrachterin an.
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Der alte Mann spricht,
Die doofe Liebe
Samstag, 29. November 2008
Pullover-Rätsel entschlüsselt?
Gastkolumnist Button erklärt:
Die unterschiedlichen Verhaltensweisen von Frau und Mann sind Legion und vielfach beschrieben. Eine aber stellt uns Hobbygenderforscher immer noch vor ein Rätsel, über das wir nächtelang in der Eremitage des Vertrauens grübeln, bis der Messwein gar ist.
Es geht um das Ausziehen von Pullovern. Frauen rücken beidhändig das Bauchbündchen hoch, um sich dann das Bestrickte in einer komplizierten Verrenkung mit verschränkten Armen – einer minimalistischen Laokoon-Gruppe gleich – über den Kopf zu ziehen. Das erledigen sie blitzartig bei aufrechtem Stand.
Wir Männer hingegen beugen unseren Oberkörper, greifen mit einer Hand an den Rücken und häuten uns mehr, als wir uns ausziehen. Dies hat schon lange Ahnenreihen tadelnder Mütter hervorgebracht, die unermüdlich und erfolglos danach riefen, die Maschen doch zu schonen.
Wie es Meister Zufall so will, bot mir kürzlich eine weise Frau eine Erklärung für das unabänderliche Männerverhalten an: Soweit ich mich erinnere – es war schon ein wenig spät, und der Kamillentee hatte seine Wirkung entfaltet – meinte sie, der Mann zelebriere im Akt des Pulloverausziehens eine Art Unterwerfungsgeste. Das einhändige Greifen symbolisiere das Ablegen des alten Ritterschwerts samt Gurt. Zusammen mit der Verneigung sei somit eine Demutshaltung vor der Königin ersichtlich. Zudem schütze die Verbeugung die empfindlichen Teile des Mannes in der Körpermitte vor den blind er-gebenen Schergen der Regentin.
Ich glaubte ihr kein Wort, nickte zum Abschied knapp, klinkte mein Handy in den Gürtel und ging hinaus in die Nacht, vielversprechenderen Abenteuern entgegen.
Es geht um das Ausziehen von Pullovern. Frauen rücken beidhändig das Bauchbündchen hoch, um sich dann das Bestrickte in einer komplizierten Verrenkung mit verschränkten Armen – einer minimalistischen Laokoon-Gruppe gleich – über den Kopf zu ziehen. Das erledigen sie blitzartig bei aufrechtem Stand.
Wir Männer hingegen beugen unseren Oberkörper, greifen mit einer Hand an den Rücken und häuten uns mehr, als wir uns ausziehen. Dies hat schon lange Ahnenreihen tadelnder Mütter hervorgebracht, die unermüdlich und erfolglos danach riefen, die Maschen doch zu schonen.
Wie es Meister Zufall so will, bot mir kürzlich eine weise Frau eine Erklärung für das unabänderliche Männerverhalten an: Soweit ich mich erinnere – es war schon ein wenig spät, und der Kamillentee hatte seine Wirkung entfaltet – meinte sie, der Mann zelebriere im Akt des Pulloverausziehens eine Art Unterwerfungsgeste. Das einhändige Greifen symbolisiere das Ablegen des alten Ritterschwerts samt Gurt. Zusammen mit der Verneigung sei somit eine Demutshaltung vor der Königin ersichtlich. Zudem schütze die Verbeugung die empfindlichen Teile des Mannes in der Körpermitte vor den blind er-gebenen Schergen der Regentin.
Ich glaubte ihr kein Wort, nickte zum Abschied knapp, klinkte mein Handy in den Gürtel und ging hinaus in die Nacht, vielversprechenderen Abenteuern entgegen.
Samstag, 8. November 2008
Warum mann den Herbst liebt
[Weil's es im Herkunftsblatt nicht mehr online gibt - hier die Worte des alten Mannes:]
Kalt und glitschig modern die Blätter am Waldesgrund, die Ackerscholle fröstelt dem Winter entgegen, kurz: Der Altweibersommer hat sich verzupft und damit die letzte Chance des Jahres auf Outdoor-Aktivitäten der erotischen Art. Mann darf aufatmen.
Kalt und glitschig modern die Blätter am Waldesgrund, die Ackerscholle fröstelt dem Winter entgegen, kurz: Der Altweibersommer hat sich verzupft und damit die letzte Chance des Jahres auf Outdoor-Aktivitäten der erotischen Art. Mann darf aufatmen.
Mann glaubt es ja nicht, aber es gibt (nach ultraneuesten Studien aus vertrauenswürdigsten Quellen) gar nicht so wenige Frauen, die sich davon angezogen fühlen. Nicht erst seit Jürgen Drews Schnulze „Ein Bett im Kornfeld“ (1976) knistert so manche Lady beim Sonntagsspaziergang angesichts einer sonnengewärmten Kuhle in Mutters freier Natur.
Doch die Zeiten haben sich seither geändert. Nicht mehr der Rammler am Rein steht auf dem urbanen Markt der Partnerschaften auf dem Stockerl, sondern der sensible Urbane. Er, der einen lotionsgepflegten Designkörper unter seinem jederzeit emotionsbereiten Kopf trägt, wird doch nicht in Ährenhaufen hüpfen, wo ihn die Grannen schürfen. Genauso wird er die Sommerwiese meiden, wo im besten Fall die Allergene wüten und im schlimmsten des Bauern Adel noch an den Zecken haftet.
Tja, werte Kornfeld-Willige! Dies ist die lustlose Kehrseite jener Softskills, die vom Manne lange gefordert wurden und nun offen zu Tage treten. Er ist zum Weichling verkommen, der die Damen lieber in Daunen erkennt, als der Natur ebendort ihren Lauf zu lassen. Finden Sie sich entweder damit ab, oder weiten Sie den Vereinszweck von den „Wandervögeln“. Unseren Segen haben Sie. Zwischen Juni und September.
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